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Die Leute finden Güterverkehr langweilig.

Niemand freut sich, bei einer Dinnerparty neben einem Spediteur zu sitzen. Wenn ich erzähle, was ich beruflich mache, sehe ich diesen leicht abwesenden Blick und das höfliche Lächeln, während sie nicken und sagen: „Oh, wie interessant“, und dann das Thema wechseln. Aber sie irren sich. Spedition ist alles andere als langweilig. 

Rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr arbeitet ein ganzes Ökosystem aus Menschen, Systemen und Maschinen zusammen, während Sie schlafen. Sie bringen Ihre Kleidung, Ihr Spielzeug und sogar Ihre Lebensmittel sicher und schnell in die Geschäfte in Ihrer Stadt.  Container werden beladen, Dokumente geprüft und Tausende von Kilometern zurückgelegt, damit Sie Ihre neue Smartwatch bekommen oder Ihrem sechsjährigen Kind zum Geburtstag eine Labubu-Puppe schenken können. Das ist eine unglaubliche Leistung, für die meiner Meinung nach nicht genügend Anerkennung gefunden wird. Denn obwohl die Frachtbranche gut organisiert und perfekt aufeinander abgestimmt ist, kann vieles schiefgehen. 

Manchmal sind es Piraten in der Straße von Singapur, Hurrikane im Atlantik, eine Blockade im Suezkanal oder ein Containerbrand, verursacht durch falsch etikettierte Lithiumbatterien!  Manchmal kippt aber auch ein ganzer Container voller Quietscheentchen über Bord und setzt 28.000 unserer schwimmenden Freunde im Nordpazifik frei! 

Ja, das ist eine wahre Geschichte, an die mich ein Freund neulich erinnert hat. 1992 ereignete sich der Vorfall (bekannt als die „Friendly Floaties“-Katastrophe), als zwölf 12-Meter-Container auf ihrer Reise von China in die USA während eines Sturms über Bord gespült wurden. In einem Container befanden sich 28.000 „Schwimmtiere“ in Form von Quietscheentchen, Badebibern und Fröschen.  Der Container platzte auf, und die Schwimmtiere wurden freigesetzt. In den letzten 30 Jahren wurden viele eingesammelt, die übrigen haben jedoch so manches Abenteuer mit unseren kleinen Gummifreunden erlebt und wurden überall auf der Welt gefunden, unter anderem in Alaska, Japan und Hawaii! 

Wenn Sie also das nächste Mal ein Paket öffnen oder sich etwas Neues kaufen, denken Sie an die Frachtarbeiter, die Tag und Nacht im Einsatz sind, nicht nur um Ihnen Ihre neuen Waren zu bringen, sondern auch um Piraten zu bekämpfen, mit dem Zoll zu verhandeln und sogar Gummienten einzusammeln! Und falls Sie zufällig eine schwimmende Ente an Ihrem Strand entdecken, lassen Sie es mich wissen! Seit 2013 gab es zwar keine bestätigte Sichtung mehr, aber ich bin sicher, dass da draußen irgendwo noch eine kleine gelbe Ente segelt, auf dem Ozean und Richtung Land unterwegs ist. 

Und habt ihr in der Zwischenzeit irgendwelche verrückten Geschichten für mich? Ich würde sie sehr gerne hören…