Vor ein paar Wochen war ich auf dem Heimflug von Singapur und saß neben einem netten Australier. Ihr kennt mich ja, ich bin ein geselliger Typ! Wir kamen also ins Gespräch. Es war ein langer Flug, etwa 14 Stunden, wir hatten also genug Zeit, uns kennenzulernen. Wie sich herausstellte, ist sein Sohn ein Bullenhirte in Australien.
Ich weiß, was Sie jetzt denken… ein Milchbauer? Das ist ja nicht gerade aufregend… Aber nein, kein Bauer mit Schiebermütze – die Australier machen das anders… Bullenhirten in Australien durchstreifen die Weiten der offenen Ebenen und kümmern sich um Herden von über 100.000 Rindern.
Aber das ist noch nicht alles … Wisst ihr, wie die die zusammentreiben? Mit Motorrädern und Hubschraubern. Kein Witz! Da wirken unsere britischen Bauern mit ihren Holzstöcken und Border Collies gleich viel besser.
„Was ist denn ein Bulle ohne Brandzeichen?“, fragte ich. „Das ist ein Bulle, der noch nie einen Menschen gesehen hat. Nie eingefangen. Nie gebrandmarkt. Seine Haut ist völlig rein“, antwortete er. Diese Bullen können scheu und nervös oder sogar aggressiv sein, und sie zu hüten ist keine leichte Aufgabe.
Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich hatte diesen Begriff noch nie gehört. Er hat mich aber zum Schmunzeln gebracht und zum Nachdenken angeregt… Wissen Sie, im Alltag treffe ich oft auf Menschen, die noch nie etwas von Spediteuren gehört haben. So wie die reinrassigen Bullen keine Ahnung von der Existenz von Menschen haben, wissen diese Leute nicht, dass wir Spediteure im Hintergrund dafür sorgen, dass ihre Läden gut gefüllt sind und ihre Temu-Bestellungen schnell geliefert werden.
Ich muss ihnen oft erklären, was ein Spediteur ist und was wir tun… Das ist für sie ein völlig fremdes Konzept. Verrückt, oder?
Und du? Hast du schon mal den Begriff „Cleanskin Bull“ gehört? Musst du anderen erklären, was du genau machst? Ich würde gern deine Geschichten hören…