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Wie du weißt, bin ich gerade von einem zweiwöchigen Aufenthalt im sonnigen Lanzarote zurückgekehrt.

Eines Tages lag ich am Strand von Playa Blanca, die Füße hochgelegt, genoss die Sonne und das Rauschen der Wellen – endlich mal abschalten. Der Strand war herrlich. Goldener Sand. Wasser so klar, dass man die Zehen sehen konnte… Plötzlich sah ich aus dem Augenwinkel, wie ein paar Polizeiwagen vorfuhren und die Polizisten ausstiegen. Im nächsten Moment sperrten sie den Strand ab. Was war passiert?, dachte ich… ein Diebstahl, eine Entführung, ein Mord? Fehlanzeige. Wie sich herausstellte, war das Wasser „nicht sauber genug“ zum Schwimmen.

Ich weiß ja, wie dreckiges Wasser aussieht. Ich lebe schließlich in Großbritannien! Unsere Meere sind das ganze Jahr über grau. Aber das hier? Das Wasser war klarer als ein frisch poliertes Bierglas. Trotzdem: Regeln sind Regeln. Die örtlichen Behörden sperrten das Wasser ab und erlaubten Sonnenbaden, aber Schwimmen war verboten. Naja… irgendwie schon. Wie sich herausstellte, war das Wasser nur 400 Meter weiter am Strand völlig in Ordnung. Die Leute schwammen, planschten und hatten einen Riesenspaß. Was war da los? Keine Ahnung. 

Aber was mich wirklich amüsierte, war, wie die britische Presse sich darüber ausließ. „Chaos auf Lanzarote!“ „Hunderte gestrandet!“ „Strände GESPERRT!“ Sie erwähnten mit keinem Wort, dass die Sonne schien. Oder dass alle lachten, sich unterhielten und Sangria tranken. Niemand war gestrandet. Niemand geriet in Panik. Die meisten rührten sich nicht einmal – sie schlurften nur ein paar Meter weiter und machten einfach weiter. Von Chaos keine Spur. 

Aber ich denke, genau darum geht es doch, oder? Man kann nicht alles glauben, was man liest. Ob in der Zeitung, in den sozialen Medien oder als Gerücht vor der Schule – Geschichten werden verdreht. Drama bringt Klicks. Empörung verkauft sich gut. Doch oft ist die Realität viel entspannter. Und das erinnerte mich ein wenig an unsere Welt im Güterverkehr. Manchmal hören Kunden Horrorgeschichten – Verspätungen, verlorene Container, Probleme in den Häfen – und geraten in Panik, weil sie denken, es herrsche Chaos … dabei macht die Presse aus einer Mücke einen Elefanten. Man kann den Schlagzeilen nicht immer trauen. Manchmal sieht es von außen nach Chaos aus, aber in Wirklichkeit sind es nur ein paar fröhliche Sonnenanbeter, die am Strand entlangschlendern und ihren Tag genießen.

Jetzt bin ich neugierig… Hattet ihr schon mal so einen Moment, wo die Geschichte nicht ganz der Realität entsprach?  Etwas, das nach Drama aussah, sich aber als völlig unbedeutend herausstellte? Schreibt mir einfach, wie es war. Ich könnte mal wieder lachen!