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Beurteilst du Menschen aufgrund des ersten Eindrucks?

April 2023

Wie einige von Ihnen vielleicht wissen, bin ich vor Kurzem von einem mehrwöchigen Aufenthalt in Thailand zurückgekehrt, wo wir an mehreren Frachtnetzwerken und Konferenzen teilgenommen haben. 

Wer schon einmal an einer Konferenz eines globalen Frachtnetzwerks teilgenommen hat, weiß, dass das alles andere als ein entspanntes Vergnügen war. Die Konferenzen können ziemlich intensiv sein. Es sind Meetings im Minutentakt von Anfang bis Ende.

Man stelle sich Speed-Dating vor, aber für Spediteure – das wäre doch mal eine Idee! 

Jedenfalls ist es ein Meeting nach dem anderen, jedes dauert 20 bis 30 Minuten, etwa 10 bis 12 Meetings am Tag. Unaufhörlich. Aber ich liebe es. Jeder, mit dem ich spreche, hat eine andere Geschichte und eröffnet andere Möglichkeiten.

Wie bei jeder Business-Networking-Veranstaltung trifft man interessante Leute – und leider auch einige, die nicht erscheinen. Viele beschweren sich über die Nichterscheinen und empfinden es als respektlos und Zeitverschwendung.

Und das stimmt. Aber es ist auch eine Chance… 

Eine Gelegenheit, zu sehen, was die Welt dir in diesem Moment zu bieten hat, nach spontanen Begegnungen Ausschau zu halten.

 

Und genau das passierte auf der letzten Konferenz. Ich saß an meinem Stand und wartete auf die Leute, die nicht erschienen waren, als ein Mann hereinkam und fragte: „Haben Sie kurz Zeit?“ „Klar“, antwortete ich. Nun, der Mann sah nicht gerade nach einem wichtigen Mann aus. Aber ich lerne gern Menschen jeden Alters, jeder Herkunft, Größe und Branche kennen. Und ich bin lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass man niemanden nach dem Äußeren beurteilen sollte.

Wir kamen also ins Gespräch… 

Wie sich herausstellte, hatte dieser Mann eine bemerkenswerte Vergangenheit. Er begann als Spediteur in Pakistan. Ihm fiel auf, wie viel Luftfracht er abwickelte, und so dachte er sich: Warum nicht eine Fluggesellschaft kaufen? Gesagt, getan. Kurze Zeit später beschloss er, dass er, wenn er schon eine Fluggesellschaft besitzen würde, auch gleich einen Flughafen kaufen könnte. Doch er kaufte nicht einfach nur einen, er baute ihn. Und heute ist er ein wichtiger Umschlagplatz für Luftfracht von und nach Pakistan.

Aber das ist noch nicht alles. 

Er besitzt nicht nur ein Speditionsunternehmen, eine Fluggesellschaft und einen Flughafen, sondern hat auch Verbindungen zu einem Hersteller, der alle Fußbälle für die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar produziert hat! Wir hatten ein tolles Gespräch und haben eine wertvolle Verbindung geknüpft, die uns beiden in Zukunft sicher von Nutzen sein wird.

Die Moral von der Geschichte ist also: Manchmal sind Nichterscheinen ein Segen – und man sollte niemals ein Buch nach seinem Einband beurteilen! Man weiß nie, mit wem man es zu tun hat… 

Das war’s für heute