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Sind Ihre Huskys ungezogen? 

Im Jahr 1925 wütete in Nome, einer abgelegenen Stadt in Alaska, eine Diphtherie-Epidemie. Die Krankheit breitete sich rasend schnell aus und hatte die Vorräte an Gegengift fast vollständig aufgebraucht. Besonders gefährdet waren Kinder und ältere Menschen. Dr. Welch, der einzige Arzt der Stadt, wusste um die Notlage. Umgeben von einer Eiswüste, verhinderten die heftigen Winterstürme, dass Schiffe oder Flugzeuge Nachschub bringen konnten. Doch Dr. Welch gab seine Patienten nicht so leicht auf. Er entwickelte einen Plan. Einen Plan, den viele für Wahnsinn hielten, der aber, wenn er funktionierte, Leben retten konnte. 

Anchorage war eine Nachbarstadt, nur 965 Kilometer entfernt, und Dr. Ws genialer Plan war, jemanden mit dem Hundeschlitten (ja, Sie haben richtig gelesen) mehr Gegengift bringen zu lassen. Leonhard Seppala war einer der erfahrensten und angesehensten Musher Alaskas (und wahrscheinlich auch ein bisschen verrückt, da er sich bereit erklärte, diese Mission anzunehmen!). Mit seinen Huskys und dem Leithund Togo an der Spitze legte Seppala die 418 Kilometer lange Strecke bei -50 Grad Celsius, Wind, Schnee und Schneestürmen zurück, um den Übergabepunkt zu erreichen, wo ein anderer Musher (der wohl genauso verrückt war wie die anderen) übernahm. Gunner Kaasen und seine Hunde, angeführt von Balto, brachen in die Nacht auf und stellten sich einem der schlimmsten Stürme, die Alaska seit Jahren erlebt hatte. Am 2. Februar 1925 erreichten Kaasen, Balto und das Gegengift schließlich die kleine Stadt Nome, wodurch eine großflächige Epidemie verhindert und das Leben von Hunderten von Menschen gerettet wurde.

Das alles wäre ohne einige verrückte Regelbrecher, Innovatoren und risikobereite Menschen, die Grenzen überschritten und neue Wege beschritten haben, nicht möglich gewesen. Aber auch ohne viel Training, Disziplin und Ordnung wäre es nicht zustande gekommen. 

Als Unternehmer sind wir dazu geboren, Regeln zu brechen. Zu erschaffen, Grenzen zu überschreiten und tiefgreifende Veränderungen anzustoßen. Doch das kann Unsicherheit, Unordnung und mitunter Chaos mit sich bringen. 

Ich habe vor Kurzem mit einer neuen Coachin zusammengearbeitet. Wir haben über verschiedene Themen gesprochen und ich habe meine Ideen, Herausforderungen, Gedanken (und das ganze Chaos!) mit ihr geteilt. Dabei sagte sie etwas, das mich sehr berührt hat. Sie meinte: „ Bringt die Huskys wieder in die Spur, die sind ja völlig außer Rand und Band!“ Und sie hatte Recht.

Glauben Sie, der große Serumtransport wäre ein Erfolg gewesen, wenn die Huskys Amok gelaufen wären? Oder wenn den wagemutigen Pionieren, die diese Mission unternahmen, Disziplin, Ordnung und Konzentration gefehlt hätten? Ich bezweifle es stark. Genauso ist es auch in Ihrem Geschäft. Kreativität und Chaos gehören zur Innovation, aber ohne Ordnung geht nichts. 

Und, wie geht es Ihren Huskys? Sind sie trainiert, diszipliniert und bereit, Ihre Mission zu erfüllen? Oder laufen sie wild herum? 

Ich würde gerne davon hören …