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Schon mal einen Karamellapfel gegessen?

November 2022

Halloween ist vorbei, die Geister und Ghule sind für ein weiteres Jahr in ihre Gräber zurückgekehrt und es lässt sich nicht leugnen, dass das Winterweihnachten naht.

Doch bevor wir uns so richtig in die Vorweihnachtsstimmung vertiefen, steht noch ein weiterer Feiertag an. Nein, nicht Thanksgiving (das feiern wir auf dieser Seite des Atlantiks nicht).

Bonfire Night.

Jedes Jahr am 5. November ziehen wir uns warm an, setzen unsere Wollmützen auf und ziehen die Kinder mit auf eine Wiese, um zu feiern. Wir genießen das Feuerwerk, beobachten das brennende Lagerfeuer und lassen uns einen kandierten Apfel schmecken (Noch nie probiert? Die sind echt lecker!)

Aber was feiern wir eigentlich? Einen Mann namens Guy Fawkes. Und sein Scheitern. Am 5. November 1605 versuchten Guy und seine katholischen Mitstreiter, das Parlament in die Luft zu sprengen und König Jakob I. von England zu ermorden – ein Anschlag, der als „Gunpower Plot“ in die Geschichte einging. Sein Plan war es, das gesamte Gebäude mit 36 ​​Fässern Schießpulver zu zerstören. Und er kam dem Ziel ziemlich nahe … Doch dank eines anonymen Briefes an die Behörden wurde sein Plan vereitelt. Bei einer Durchsuchung des House of Lords wurde Guy im Keller gefunden, wo er seine Schießpulverfässer bewachte. Guy wurde vor Gericht gestellt und des Hochverrats für schuldig befunden. Anschließend wurde er gehängt, ausgeweidet und gevierteilt (eine damals in Großbritannien übliche Strafe)

Was hat Guy Fawkes mit dem Bonfire Night zu tun? Alles. Die Bonfire Night ist eine Nacht, in der sein Scheitern gefeiert wird. Eine Zeit, in der die Menschen zusammenkommen und sich an die Zeit erinnern, als die Demokratie noch siegte.

Es ist eines der größten britischen Familienfeste des Jahres – aber es hat auch eine dunkle Seite. Wir zünden nicht nur Feuerwerk und entzünden das Lagerfeuer. Wir verbrennen auch Guy. Jedes Jahr gibt es einen Wettbewerb, um den besten „Guy“ zu basteln (im Grunde eine lebensgroße Vogelscheuche, die Guy Fawkes darstellen soll). Die Kinder suchen die alten Kleider ihres Vaters aus, stopfen sie mit Heu voll und setzen ihm einen Hut auf. Ein Preisrichter entscheidet, welcher „Guy“ der beste ist, und dieser gewinnt. Dieser Guy wird dann vor die Zuschauermenge gerollt – und auf dem Lagerfeuer verbrannt, damit alle zusehen können.

Einfach ein schöner Familienabend, verstehst du? Mir war gar nicht bewusst, wie seltsam die Bonfire Night eigentlich ist, bis ich mich mit einem Kumpel im Ausland unterhielt und ihm das erklären musste… Ziemlich makaber, nicht wahr? Aber jede Kultur hat ihre ungewöhnlichen Feste – in Teilen Europas kommt der Krampus, um Kinder zu erschrecken. Er gibt ihnen Süßigkeiten, wenn sie brav waren, und steckt sie in einen Sack und nimmt sie mit in die Hölle, wenn sie unartig waren!

Im internationalen Frachtgeschäft ist das Kennenlernen und Verstehen verschiedener Kulturen von entscheidender Bedeutung. Nicht nur Feiertage beeinflussen den Güterverkehr, sondern kulturelle Unterschiede können auch unsere Kommunikation und Geschäftspraktiken verändern.

Und wie sieht es bei euch aus? Gibt es in eurem Land irgendwelche seltsamen und verrückten (oder gar düsteren!) Feiertage? Erzählt mir doch davon – ich bin gespannt!