Sollten soziale Medien verboten werden?
Die Regierung hat gerade ein „Social-Media-Verbot“ für Kinder unter 16 Jahren angekündigt. Ich habe zwar keine Kinder mehr, daher betrifft es meine Familie nicht direkt. Aber es hat mich über meine eigene Nutzung sozialer Medien nachdenken lassen. Wie ich oft sage, bin ich nicht wirklich aktiv in sozialen Medien. Ich bin nicht auf Facebook, nutze kein Instagram, und obwohl ich Inhalte auf TikTok und YouTube konsumiere, bin ich eher ein stiller Beobachter. Man findet bei mir keine Fotos vom Abendessen oder Videos von meiner Morgenroutine! Auch keine „Stolzer Papa“-Posts oder Bilder von mir, wie ich im Urlaub die Füße hochlege und am Pool liege.
Ich bin ziemlich aktiv auf LinkedIn. Zumindest war ich das in den letzten Jahren. Ehrlich gesagt, bin ich es langsam leid. Früher war es ein Ort, um sich über Geschäftliches auszutauschen und echte Geschäftskontakte zu knüpfen, aber heutzutage habe ich das Gefühl, dass alle nur noch verkaufen wollen. Täglich trudeln Direktnachrichten in meinem Posteingang ein, in denen mir KI-Tools, Marketinglösungen, Personalvermittlungsdienste und alles andere, was man sich vorstellen kann, angeboten werden. Leute versuchen, mir etwas anzudrehen, völlig unpersönlich und ohne jeglichen Versuch, eine echte Beziehung aufzubauen. Sie kommen direkt an und sagen: „Hey, kauf meine Sachen!“
Ich bin vielleicht etwas altmodisch, aber man würde ja auch nicht einfach auf einer Netzwerkveranstaltung mit Visitenkarte auf jemanden zugehen und loslegen, oder? Also, warum bin ich überhaupt dort?, fragte ich mich. Sollte ich mich ganz abmelden? Wahrscheinlich nicht. Denn obwohl ich finde, dass die Qualität von LinkedIn nachgelassen hat und es sich immer mehr von einer Netzwerkplattform zu einer Verkaufsplattform entwickelt, bin ich dennoch der Meinung, dass wir ein öffentliches Profil brauchen. Wie oft haben Sie schon überlegt, mit jemandem zusammenzuarbeiten, nur um dann auf LinkedIn oder Facebook ein anonymes Profil ohne Beiträge zu finden? Hat Sie das abgeschreckt? Mich schon.
Trotz des ganzen Aufmerksamkeitsheischendes Getue, der endlosen Kaltakquise-Nachrichten und des belanglosen Contents werde ich weiterhin auf LinkedIn aktiv sein und mein Bestes geben, um mit denjenigen in Kontakt zu treten, die noch auf altbewährte Art Geschäfte machen wollen. Beziehungen aufbauen, Kontakte knüpfen und ein Netzwerk schaffen, das auf Vertrauen basiert.
Und du? Glaubst du, Social Media stirbt aus? Welche Erfahrungen hast du mit LinkedIn gemacht? Lass es mich wissen. Und wenn du dich mit mir auf LinkedIn vernetzen möchtest, schick mir eine Einladung. Aber bitte keine unaufgeforderten Werbe-E-Mails per Direktnachricht 😉