ein Gesicht fürs Radio…
September 2023
Vor ein paar Wochen hatten ich Besuch von zwei Bankmanagern. Ja, ein richtiges persönliches Treffen, nichts Virtuelles. Nennen wir ihn mal Herrn Brown
Während ich da saß und ihnen zuhörte, wie sie über verschiedene Finanzthemen sprachen, konnte ich nicht aufhören, an Herrn Brown zu denken, der einem früheren Trainer meines geliebten Fußballvereins Aston Villa zum Verwechseln ähnlich sah.
Tatsächlich sah er ihm so ähnlich, dass ich ihn sogar gefragt habe. Vielleicht ein Bruder oder Cousin?
„Sorry, Kumpel, ich muss einfach fragen: Bist du zufällig mit Dean Smith, dem ehemaligen Trainer von Aston Villa, verwandt? Du siehst ihm nämlich total ähnlich …“ Er lachte. „Nein“, antwortete er. „Aber lustigerweise ist er mein bester Freund, und wir sind sogar zusammen aufgewachsen, als Nachbarn.“ Was für eine verrückte Welt! Unglaublich, oder?
Wir unterhielten uns noch ein wenig über Doppelgänger und wie er das zu seinem Vorteil nutzen könnte, bevor das Gespräch auf ein interessantes Experiment kam, auf das ich gestoßen war. Forscher der Lingnan-Universität (LU) in Hongkong hatten offenbar eine Studie durchgeführt, um herauszufinden, ob Menschen eher bei gutaussehenden Personen kaufen. Und die Ergebnisse waren wirklich faszinierend.
Es überrascht nicht, dass Menschen mit einem hübschen Gesicht mehr verkaufen als solche mit weniger attraktiven Gesichtern. Was ich aber wirklich interessant fand, war, dass sich Menschen mit weniger attraktiven Gesichtern fast genauso gut verkauften wie die mit hübschen! Wenn man also mit seinem Gesicht mehr verkaufen will, lohnt es sich anscheinend, schön – oder hässlich – zu sein! Vielleicht ist ein attraktives Gesicht ja sogar von Vorteil fürs Radio!
Als Unternehmer in der heutigen digitalen Welt halte ich es für unerlässlich, der Marketingkommunikation eine persönliche Note zu verleihen. Menschen kaufen von Menschen. Beziehungen entstehen durch menschliche Interaktion. Und ich denke, visuelle Elemente sind dabei absolut wichtig – egal, ob sie ansprechend, schlicht oder unansehnlich sind. Ich verwende mein Gesicht zwar nicht überall, aber Sie finden mein Foto auf LinkedIn, der Millennium-Website und am Ende jeder meiner E-Mails.
Und du? Was denkst du? Zeigst du dich deinen potenziellen Kunden persönlich oder versteckst du dich hinter der digitalen Mauer des Internets? Ich würde gern deine Meinung dazu hören…