Wenn Sie schon länger auf meiner Mailingliste stehen, wissen Sie, dass in der Welt des Güterverkehrs die verrücktesten Dinge passieren.
Und Schmuggel gehört dazu! Jedes Jahr stoppt der Zoll riesige Mengen illegaler Waren an der Einfuhr ins Land – seien es Drogen, Waffen, gefährdete Tiere, Rohdiamanten oder obszöne Gegenstände (ja, auch die stehen auf der Verbotsliste!). Aber das ist nicht alles, was geschmuggelt wird… manchmal werden auch Menschen geschmuggelt.
Wie Sie wissen, kann der Zoll alle Container, die einen Hafen verlassen oder in ihn einlaufen, manuell prüfen, scannen oder Tests durchführen, um sicherzustellen, dass die Ladung den Import- und Exportbestimmungen des jeweiligen Landes entspricht. Wussten Sie aber, dass er auch Gastests durchführen kann? Eine Gassonde ist eine der Methoden, mit denen der Zoll prüft, ob sich möglicherweise Lebewesen in einem Container befinden, ohne ihn öffnen zu müssen. Eine kleine Sonde wird in den Container eingeführt und misst die Konzentration der verschiedenen Gase im Inneren.
Dies dient nicht nur der Überprüfung auf Menschen und Tiere (obwohl ein niedriger Sauerstoff- und ein hoher CO₂-Wert darauf hindeuten könnten!), sondern auch der Sicherstellung, dass sich in Gefahrgut keine gefährlichen Gaskonzentrationen gebildet haben, die während des Transports explodieren könnten. Weicht einer der Messwerte ab, wird der Container geöffnet und manuell überprüft.
Kürzlich ist uns so etwas mit der Ladung eines unserer Kunden passiert (keine Sorge, er hat weder Löwen noch Diamanten geschmuggelt!). Die Sendung enthielt Marmor für Arbeitsplatten, Möbel und Ähnliches. Doch die Gasmessung ergab einen extrem hohen Wert. Der Container musste abtransportiert und geöffnet werden, damit das Gas abgelassen und die Ladung überprüft werden konnte. Der Zoll fand nichts Verdächtiges, und bis heute rätselt man, wie ein Container voller Steine so viel Gas produzieren konnte.
Vor langer Zeit hatten wir einen ähnlichen, ungelösten Fall. Ein Kunde importierte einige kostbare Flügel aus Japan. Sie überquerten den Ozean und erreichten ihren Besitzer, doch es gab ein Problem: Sie stanken bestialisch. Man lüftete sie, desinfizierte sie, lackierte sie neu – nichts half. Sie stanken immer noch. Schließlich musste der Hersteller Ersatz schicken, aber wir fanden nie heraus, was den Gestank überhaupt verursacht hatte! Ein weiteres ungelöstes Frachträtsel…
Und Sie? Haben Sie ungelöste Frachträtsel, die Sie mit uns teilen möchten? Oder Ideen, warum Marmorarbeitsplatten große Mengen an Gasen produzieren könnten? Oder was Klaviere so extrem stinken lassen könnte?
Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören…