auf See verloren gegangen
Juni 2022
Schon mal von einem Ort namens Lego Beach gehört? Die britischen Meere sind ja nicht gerade für ihre Tücken bekannt.
Doch an einem kalten, kurzen Februartag im Jahr 1997 traf eine Monsterwelle das Containerschiff Tokio Express. Der Kapitän beschrieb die Welle als „eine einmalige, 30 Meter hohe Monsterwelle“, die das Schiff buchstäblich „erschütterte“.
Der Tokio Express wurde um fast 60 Grad in die eine Richtung gekippt, bevor er sich um 40 Grad in die andere Richtung zurückdrehte.
Während das Frachtschiff schwankte, gingen 62 Container über Bord, darunter einer mit 4,8 Millionen Legosteinen. Der Container muss aufgeplatzt sein, denn in den folgenden Wochen, Monaten, Jahren – und sogar Jahrzehnten – wurden immer wieder Legosteine an die Küste Cornwalls gespült.
Die verlorene Lego-Beute umfasste…
4200 Oktopusse
13.000 Harpunen
418.000 Taucherflossen
353.264 Gänseblümchen
33.941 Drachen
Als Legosteine an den Küsten Englands angespült wurden, entstand ein neuer Trend. Menschen strömten an die Strände, um nach den „verlorenen Legosteinen“ zu suchen. Es entwickelte sich sogar ein regelrechter Wettbewerb. Durch einen Zufall waren viele der im Meer verlorenen Legosteine maritimer Natur, sodass viele Flossen, Säbel und Taucherausrüstung fanden. Doch der wahre Schatz ist derzeit offenbar ein Oktopus – von den kürzlich gefundenen 4200 Steinen wurden erst 3 entdeckt.
Auch 25 Jahre später besuchen Menschen noch immer den „Lego Beach“ in Cornwall in der Hoffnung, Lego-Schätze zu finden. Natürlich ging an jenem Tag nicht nur Lego verloren. 61 weitere Container fielen ebenfalls über Bord
In der Frachtbranche spricht man von einem „seltenen Katastrophenverlust“, wenn mehr als 50 Container bei einem einzigen Vorfall verloren gehen. Aber sind Containerverluste wirklich so selten? Im Durchschnitt sinken jährlich 1300 Container auf den Meeresgrund und erreichen nie ihr Ziel.
Ist Seefracht also sicher? Ja. Weltweit werden jährlich rund 200 Millionen Container verschifft, die Zahl von 1300 entspricht also nur winzigen 0,00065 %! Ihre Fracht erreicht ihr Ziel also mit ziemlicher Sicherheit
Ein gutes Speditionsunternehmen sorgt jedoch dafür, dass Sie mit der richtigen Versicherung abgesichert sind – nur für den Fall, dass sich Ihr Glück wendet und Ihre Fracht in Davy Jones' Kiste landet.
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